EIN WOCHENENDE FÜR DIE GESCHICHTSBÜCHER: KRAFTAKT DER HELFER UND VISIONÄRER INFOTAG IN SIEBELDINGEN
Ein durchaus anstrengendes, aber vor allem äußerst erfolgreiches Wochenende liegt hinter dem IHC Landau. Was der Verein mit seinen vielen helfenden Händen am vergangenen Wochenende auf die Beine gestellt hat, zeigt eindrucksvoll, dass hier etwas Großes zusammenwächst. Nachdem uns der Samstag bereits einen kräftezehrenden, aber mit drei großartigen Heimsiegen sportlich makellosen Spieltag beschert hatte, stand der Sonntag voll und ganz im Zeichen der Zukunft.
Herzblut und Heimat: Der Infotag in Siebeldingen
Bei bestem Frühlingswetter verwandelte sich der Außenbereich der Tennishalle in Siebeldingen am Sonntagnachmittag in einen lebendigen Treffpunkt. Ab 15:00 Uhr füllte sich das Gelände mit Mitgliedern, Unterstützern, Tennisspielern und Interessierten aus der Region. Während bei Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken das Gelände erkundet wurde, lagen die Bau- und Sanierungspläne bereits zur Ansicht bereit. Gegen 16:00 Uhr durfte der Verein dann auch hochrangige politische Vertreter begrüßen: allen voran Landrat Dietmar Seefeldt (Kreis SÜW) und Torsten Blank (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landau-Land), sowie Rainer Bieling (Vizepräsident des Sportbundes Pfalz) und Iris Oswald (Rheinland-Pfälzischer Rollsport- und Inline-Verband).
„Wir wollen eine Heimat schaffen“
In einer äußerst emotionalen Rede skizzierte IHC-Vorstand Christoph Braun die Vision des Vereins. Als letztes aktives Gründungsmitglied, das noch auf dem Feld steht, betonte er die tiefe Verwurzelung und den großen Traum des Projekts:
„Es geht nicht nur um eine Halle. Es geht darum, nach 27 Jahren Vereinsleben wieder eine echte Heimat zu schaffen. Eine Heimat bedeutet Verbundenheit und Zusammenhalt – daraus entsteht der Erfolg ganz automatisch.“
Das Ziel ist ein generationenübergreifender Treffpunkt in und um Siebeldingen. Braun stellte mit Nachdruck klar, dass der IHC sich aktiv in das soziale Leben der Dorfgemeinschaft einbringen möchte. Ein zentrales Versprechen gab er dabei an alle Tennisfreunde:
„Hier wird es auch weiter Tennis geben. Uns ist es wichtig, dass das, was Herr Postleb damals aufgebaut hat, als Tennisstandort erhalten bleibt.“
Das Projekt: In drei Phasen in die Zukunft
Da der 1976 errichtete Komplex in die Jahre gekommen ist, hat der Verein einen klaren 3-Phasen-Plan entwickelt:
- Phase 1 (Spielfähigkeit & hochwertige Böden): Beide Hallenplätze werden aufgewertet, um den Sportlern beste Bedingungen zu bieten. Der reine Tennisplatz erhält einen neuen, professionellen und hochwertigen Hard-Court-Belag. Auch das zweite Spielfeld wird mit einem modernen Hard-Court ausgestattet, der sowohl für Tennis als auch für Hockey ideale Voraussetzungen liefert. Zudem muss die Küche für den laufenden Betrieb instandgesetzt werden.
- Phase 2 (Sanierung Anbau): Die kostenintensiven Punkte wie die Dachsanierung, die Reparatur der Hallenträger, die dringende Sanierung und Modernisierung der Umkleiden und Duschen sowie die Beseitigung von Undichtigkeiten im Sanitär- und Kellerbereich. Zudem soll ein multifunktionaler Raum entstehen, der auch für den Ort und andere Sportangebote buchbar ist.
- Phase 3 (Langfristiger Ausbau): Der Einbau einer Tribüne für beide Hallenseiten und die weitere Erschließung des Außenbereichs.
Politischer Rückenwind aus dem Landkreis
Für Phase 2 ist der Verein auf die Sportstättenförderung angewiesen. Dies ist der entscheidende Hebel: Denn die finanzierende Bank macht ihre finale Zusage von dieser Förderung abhängig.
Hier machte Landrat Dietmar Seefeldt dem Verein großen Mut. Er zeigte sich tief beeindruckt von der spürbaren Leidenschaft vor Ort und brach eine Lanze für Vereinsarbeit abseits des Mainstreams:
„Ich freue mich immer in besonderer Weise, wenn Sportarten, die vielleicht nicht ganz so im Fokus stehen, etwas auf die Beine stellen. Am Ende ist es nicht entscheidend, welche Sportart es ist. Sondern dass die Jugendlichen hier aktiv sind, Sport treiben, nicht am Handy hängen und etwas Vernünftiges machen. Das ist eine ganz wichtige Jugendarbeit, die wir als Politik auch unterstützen müssen.“
Bereits am kommenden Donnerstag tagt der Sportstättenbeirat SÜW, um die Prioritätenliste für 2027 festzulegen. Seefeldt stellte in Aussicht, das Projekt positiv vorzuschlagen. Eine formale Bedingung nannte er jedoch transparent: Der Verein muss seinen offiziellen Sitz künftig in den Landkreis (nach Siebeldingen) verlegen, um Fördermittel aus dem Kreis empfangen zu dürfen – ein Vorgang, den der Vorstand ohnehin bereits vorbereitet.
Gemeinsam ins Ziel: Werdet Platzpate!
Neben der erhofften Lösung mit der Bank und der Förderung sowie einer festen Zusage einer regionalen Familienstiftung, baut der Verein auf private Unterstützer. Dass die Begeisterung und der Glaube an dieses Projekt absolut ansteckend sind, zeigte sich direkt vor Ort: Allein an diesem sonnigen Sonntagnachmittag durfte der Verein die unglaubliche Summe von knapp 1.700 Euro durch neu abgeschlossene Platzpatenschaften verzeichnen! Auch Landrat Dietmar Seefeldt und Bürgermeister Torsten Blank gingen dabei mit bestem Beispiel voran und haben kurzerhand zugeschlagen, um sich ihre eigene Platzpatenschaft zu sichern.
Christoph Braun ließ am Ende keinen Zweifel daran, wofür all diese unermüdliche Arbeit gemacht wird:
„Was mich antreibt, sind lachende Kinderaugen. Weil die Kinder hier später mal ihren Sport ausüben sollen. Wir wollen hier eine Heimat für die nächste Generation schaffen.“
Jeder kann Teil dieser Heimat werden! Über das Modell der „Platzpatenschaften“ und geplante Crowdfunding-Aktionen kann sich jeder beteiligen, um die Belastungen des Vereins zu senken.
Wichtige Info für den Tennisbetrieb: Um den vielen Rückfragen direkt zu begegnen, betonte der Verein nochmals ausdrücklich, Rücksicht auf die kommende Tennissaison zu nehmen. Alle Buchungen für den kommenden Winter laufen wie gewohnt über Herrn Kilanowski weiter.
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